Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehr als 500 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Wie das Sozialministerium mitteilte, waren allein am Donnerstag 27 Sterbefälle gemeldet worden. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen erhöhte sich unterdessen binnen eines Tages um 836 Fälle. Der Wert der an die Gesundheitsämter gemeldeten Corona-Neuinfektionen je 100 000 in den vergangenen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg auf 231,05 (24. Dezember 12.18 Uhr) an. Sachsen-Anhalt liegt damit weiter über dem Bundesdurchschnitt.

Im Krankenhaus werden im Land den Angaben nach 145 Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Davon müssen 76 Menschen beatmet werden. Regional gesehen sind von der Corona-Pandemie nun der Saalekreis (374,29) besonders betroffen, gefolgt von den längeren Corona-Hotspots wie der Landkreis Wittenberg (368,94) und der Burgenlandkreis (325,98). Halle meldete einen neuen Höchststand bei Infektionen innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner.

Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus sind nach bisherigen Angaben des Ministeriums in Sachsen-Anhalt am Sonntag geplant. Die Landkreise und kreisfreien Städte bereiten sich auf die Lieferung des Impfstoffs vor. Mit den Impfungen soll in Alten- und Pflegeheimen begonnen werden, medizinisches Personal soll dann zeitnah folgen.

Unterdessen lag laut Robert Koch-Institut (RKI) die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland am Donnerstag bei 196,2. Den mit Abstand höchsten Wert habe aktuell Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 425,7, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 327,9. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 95,6 verzeichnet.

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Divi-Tagesregister vom 24.12.2020

Mitteilung Sozialministerium mit aktuellen Zahlen vom 24. Dezember