Magdeburg (dpa/sa) - Volkshochschulen und andere Einrichtungen für die Erwachsenenbildung sollen verstärkt digitale Lernformate anbieten und künftig besser gefördert werden. Diese und weitere Änderungen sehe die erste Neuregelung des Erwachsenenbildungsgesetz seit 28 Jahren vor, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstagabend im Magdeburger Landtag. Ein Ziel sei es, auch angesichts der aktuellen Pandemie-Erfahrung digitale Lehr- und Lernformate stärker zu verankern. Zudem sollen die rund 30 Träger der Erwachsenenbildung stärker mit anderen Schulen und Bildungseinrichtungen kooperieren.

Das Land wolle die Erwachsenenbildung so stark fördern wie seit Jahren nicht mehr, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums auf Nachfrage. In den kommenden drei Jahren sollen jeweils 4,57 Millionen Euro bereitstehen. Das sei die höchste jährliche Fördersumme seit 2004. Mit dem Geld sollen die Angebote der Erwachsenenbildung grundsätzlich finanziert, aber auch Projekte zu bestimmten Themen stärker unterstützt werden.

Der Landtag verzichtete auf eine Debatte und verwies den Antrag mit den Stimmen aller Fraktionen in den Bildungsausschuss. Zuvor kritisierte die Linken-Abgeordnete Doreen Hildebrandt die Vorlage des Bildungsministeriums als unzureichend. Die geplante Finanzierung reiche nicht aus. Es müsste jährlich steigende Fördermittel geben, so Hildebrandt. Tullner entgegnete, entsprechende Vorschläge könnte der Landtag bei den anstehenden Beratungen noch einarbeiten.