Wiesbaden/Düsseldorf (dpa) - Tarifbeschäftigte im Osten erhalten in diesem Jahr etwas häufiger Weihnachtsgeld. Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes wird die tariflich vereinbarte Sonderzahlung an 90 Prozent der Tarifbeschäftigten ausgezahlt nach 86,4 Prozent im Jahr zuvor. Im Westen blieb der Anteil bei 87 Prozent. Die Beschäftigten in den alten Bundesländern erhalten allerdings im Schnitt mit 2684 Euro eine höhere Zuwendung als ihre Kollegen im Osten mit 2503 Euro.

Grundsätzlich erhalten 87,4 Prozent aller Tarifbeschäftigten ein Weihnachtsgeld, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Unter allen Arbeitnehmern ist es laut einer Auswertung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung nur gut jeder Zweite (53 Prozent).

Die höchsten tariflich vereinbarten Entgelte gibt es der Statistik zufolge in der Erdöl- und Erdgasgewinnung mit 5910 Euro für jeden Beschäftigten. Leiharbeiter haben hingegen nur einen Anspruch auf 364 Euro. Es gibt auch Branchentarifverträge wie zum Beispiel im Gebäudereinigerhandwerk, in dem gar kein Weihnachtsgeld gezahlt wird.

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Mitteilung Destatis