Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt unterstützt Privatwaldbesitzer beim Waldumbau hin zu klimastabilen Wäldern. Seit Donnerstag sei die neue Richtlinie "Forst 2019" in Kraft, teilte das Umweltministerium in Magdeburg mit. Dabei geht es um Fördersätze bei der Aufforstung und dem Wegebau, Mindestflächengrößen bei der Bodenschutzkalkung und Ausschreibungen beim Saatgut. Zudem sei die Begrenzung der Höchstsätze für Leistungen der Aufforstung bis Ende 2020 ausgesetzt. Hintergrund sei, dass wegen der hohen Nachfrage die Preise für Pflanzen und Dienstleistungen gestiegen seien.

Das Ziel ist laut Ministerium grundsätzlich, den Laubholz- und Mischwaldanteil zu erhöhen. Es würden solche Baumarten gefördert, die sich an veränderte Klimabedingungen gut anpassen könnten und Störungen besser verkrafteten. Bis zum Jahr 2023 stehen laut Ministerium 10,2 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) erklärte: "Sollten die Fördertöpfe schneller ausgeschöpft sein, als geplant, bin ich sicher, dass die Landesregierung dafür eine Lösung finden wird."

Sie sagte weiter: "Unsere Wälder sind die ersten Opfer der Klimakrise. Stürme, Trockenheit, Waldbrände und Schädlinge setzen ihnen zu. In Zukunft werden unsere Wälder anders aussehen, damit sie damit besser umgehen können." In Sachsen-Anhalt gibt es etwa 532 480 Hektar Wald.

Pressemitteilung zur Richtlinie Forst

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