Bad Kösen (dpa/sa) - Bastian Remkes (52) ist neuer Geschäftsführer des Landesweingutes Kloster Pforta. Das teilte eine Sprecherin am Montag in Bad Kösen (Burgenlandkreis) mit. Remkes habe zuvor sechs Jahre lang die Genossenschaft Bottwartaler Winzer (Baden-Württemberg) als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender geleitet. Für das Landesweingut Kloster Pforta und das Anbaugebiet Saale–Unstrut sehe er gemeinsam mit den Winzern ein großes Potenzial, erklärte Remkes. Die sortenreiche Weinbauregion, die wegen ihrer Lage und ursprünglichen Landschaft "Toskana des Nordens" genannt wird, gelte noch als Geheimtipp. "Das soll sich in Zukunft ändern", sagte er.

Remkes folgt Fritz Schumann. Der frühere Präsident des Bauernverbandes von Sachsen-Anhalt war nach dem plötzlichen Weggang von Björn Probst 2019 bisher interimsmäßig als Geschäftsführer eingesetzt worden. Schumann werde Remkes beim Neubau des Weingutes beratend zur Seite stehen. Das Landesweingut bei Naumburg hat eine 850-jährige Geschichte. Es hat eine Anbaufläche von 50 Hektar. Weiß- und Rotweine prägen das Sortiment. Die Trauben wachsen an Rebstöcken in Weinbergen mit überwiegend terrassenförmigen Lagen. Auf dem Gelände des Landesweingutes ist nach Hochwasserschäden ein Neubau geplant. Darin sollen die Weine produziert werden. Nach bisherigen Angaben soll der Neubau zwischen 10 und 20 Millionen Euro kosten. Wann mit dem Bau begonnen wird, gilt noch als unklar.

Bottwartaler Winzer eG

Das Landesweingut Kloster Pforta