Halle (dpa/sa) - Die Krankenhäuser in Halle stoßen nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) immer mehr an ihre Grenzen. Grund sei eine steigende Anzahl an Patienten, die wegen der Corona-Pandemie auf den Intensivstationen behandelt sowie künstlich beatmet werden müssten. "Die Situation ist besorgniserregend", sagte Wiegand am Montag. Es stelle sich daher die Frage, inwieweit in Halle, im Süden Sachsen-Anhalts, noch Patienten aus anderen Bundesländern aufgenommen werden könnten.

Den Angaben nach werden 240 Menschen wegen einer Coronavirus-Infektion in Halle im Krankenhaus behandelt. Darunter waren am Montag 58 Patienten auf den Intensivstationen, zwölf mehr als am Sonntag. Sechs weitere Todesfälle seien in der Stadt binnen eines Tages im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu beklagen. Die Frauen und Männer waren zwischen 63 und 87 Jahre alt. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Coronavirus den Angaben nach 96 Menschen in Halle. Aktuell gebe es 791 Corona-Infektionsfälle, 82 mehr als am Sonntag.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stieg in Halle im Vergleich zum Sonntag auf 225,78. Damit lag die Sieben-Tage-Inzidenz auch am Montag über dem Bundesdurchschnitt, der laut Robert Koch-Institut bei 139,4 liegt. Allerdings bleibt eine Interpretation der Daten weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Informationen der Stadt Halle zur Coronavirus-Pandemie

Zahlen des Robert Koch-Instituts vom 4. Januar 2021