Leipzig (dpa) - Die ostdeutschen Städte haben von Bund und Ländern eine wirksame Städtebauförerung gefordert. Die zuvor bereits schwierige Lage in vielen ostdeutschen Innenstädten durch den Online-Kauf habe sich coronabedingt nochmals verschärft, teilte der Deutsche Städtetag nach einer Oberbürgermeister-Konferenz am Freitag in Leipzig mit.

Städtetagspräsident Burkhard Jung riet den Städten, andere Aspekte als ausschließlich den Einzelhandel in den Mittelpunkt zu rücken. "Städte sollten auf eine lebenswerte, grüne und autoarme Innenstadt setzen, die dem Zusammenkommen und der Kultur Raum bietet", sagte der SPD-Politiker und Leipziger Oberbürgermeister. Nur wenn auf dem Marktplatz etwas los sei, würden Menschen in die Städte gezogen. Jung forderte eine deutlich höhere Unterstützung als die derzeit vorgesehenen 790 Millionen Euro von Bund und Ländern.