Leipzig (dpa) - Bei länderübergreifenden Kontrollen in den östlichen Bundesländern hat die Wasserschutzpolizei zahlreiche Verstöße in der Binnenschifffahrt registriert. Insgesamt gab es 820 Verwarnungen mit Verwarngeld sowie 314 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, teilte die Bereitschaftspolizei Sachsen am Donnerstag mit. In den meisten Fällen hatten die Berufs- und Freizeitschiffer die Verkehrsregeln nicht eingehalten oder ihre Fahrzeuge nicht richtig gekennzeichnet. Zudem wurden 23 Strafanzeigen aufgenommen - vor allem wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, aber auch wegen Fischwilderei oder Verunreinigung von Gewässern. Insgesamt stoppte die Polizei 20 alkoholisierte Bootsführer. Zwei von ihnen waren mit knapp drei Promille unterwegs.

"Die Zahl der Verstöße bewegt sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre", sagte ein Polizeisprecher. Vom 30. Mai bis zum 10. Juni kontrollierten die Wasserschutzpolizeien in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt rund 230 Berufsschiffe, darunter Fähren, Fahrgastschiffe und Güterschiffe sowie mehr als 3900 Sportboote. Auch Flöße oder Tretboote wurden von der Wasserschutzpolizei unter die Lupe genommen.