Magdeburg (dpa/sa) - Experten gehen in einem sanierten Polizei-Dienstgebäude in Magdeburg dem Verdacht auf gesundheitsschädliche Stoffe nach. Das Gebäude war erst kürzlich wieder bezogen worden, 127 Bedienstete seien im Hinterhaus untergebracht, teilte das Innenministerium am Montag auf Nachfrage mit. Auf Empfehlungen des Polizeiärztlichen Zentrums seien drei Personen mit gesundheitlichen Beschwerden in das Vorderhaus umgesetzt worden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte zuvor von 15 erkrankten Mitarbeitern des Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Magdeburg berichtet. Es sei von Hautreizungen, Schwellungen und Atemnot berichtet worden.

Das Ministerium teilte weiter mit, vor dem Wiederbezug des Gebäudes sei ein Gutachten zur Raumluft und zu künstlichen Mineralfasern erstellt worden. Sowohl das Polizeiärztliche Zentrum als auch das Landesamt für Verbraucherschutz hätten die Freigabe erteilt. Die künstlichen Mineralfasern seien aus den Decken entfernt worden. Es lägen derzeit keine Prüfergebnisse vor, die einen sofortigen Auszug begründen würden, hieß es weiter aus dem Ministerium. Der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt solle weitere Raumluftmessungen durchführen, um eine Ursache für die aufgetretenen Symptome bei den Mitarbeitern zu finden.