Halle (dpa/sa) - In dem aus Anlass des Besuchs von US-Außenminister Mike Pompeo eingerichteten Sicherheitsbereich in Halle hat das Ordnungsamt zahlreiche Fahrzeuge abgeschleppt. Bis zum frühen am Donnerstagnachmittag seien 16 Autos entfernt worden, teilte ein Sprecher der Stadt auf Anfrage mit. Im Paulusviertel der Stadt war bereits seit Tagen auf die umfangreichen Parkverbote hingewiesen worden.

Später wies die Polizei Anwohner darauf hin, dass sie nicht mehr ohne Ausweispapiere aus dem Haus gehen sollten. "Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen bzw. zu diesen zurückkehren wollen, müssen ein Ausweisdokument mit sich führen, auf dem die Wohnanschrift zu erkennen ist", twitterte die Polizei am Nachmittag.

Pompeo und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wollten am frühen Abend in Halle unter anderem die Synagoge besuchen, auf die ein 27-Jähriger am 9. Oktober einen Anschlag verübt hatte. Als es ihm nicht gelang, in das Gotteshaus einzudringen, in dem sich am Feiertag Jom Kippur etwa 50 Gläubige aufhielten, erschoss er eine unbeteiligte Passantin vor der Synagoge und einen Mann in einem nahe gelegenen Imbiss.

An beiden Tatorten wollten Pompeo und Maas Blumen niederlegen. In der Synagoge ist zudem ein Gespräch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde vorgesehen.

Tweet der Polizei Halle