Magdeburg (dpa/sa) - Mit Konzepten für eine bessere Schulbildung, die Wirtschaft und den ländlichen Raum will die FDP im Juni den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. In allen drei Bereichen habe die schwarz-rot-grüne Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren "erhebliche Baustellen" hinterlassen, sagte die Spitzenkandidatin und amtierende Landesvorsitzende Lydia Hüskens bei der Vorstellung des FDP-Wahlprogramms am Freitag.

Für das Schulsystem schlagen die Liberalen in ihrem knapp 70-seitigen Wahlprogramm unter anderem den Aufbau sogenannter Talentschulen vor. In jedem Kreis des Landes soll eine solche Schule aufgebaut werden und erproben, wie sich die Bildungschancen von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler entkoppeln lassen. Außerdem will die FDP die Begabtenförderung ausbauen und die Digitalisierung der Schulen vorantreiben.

Oberste Priorität habe aber der Aufschwung der Wirtschaft, sagte Andreas Silbersack, der auf Listenplatz zwei für die FDP antritt. "Konkret setzen wir uns für die Entbürokratisierung, die Vereinfachung des Vergaberechts und die Förderung von Unternehmensgründungen ein", sagte Silbersack.

Die FDP will außerdem die Belange der ländlichen Landesteile stärker in den Fokus rücken, etwa durch den Ausbau des Straßennetzes und der digitalen Infrastruktur auch jenseits der Städte. Viele Landwirte und Menschen aus dem ländlichen Raum fühlten sich von der Politik nicht mehr mitgenommen, sagte Hüskens. Bei der Landtagswahl 2016 war die Partei knapp an der 5-Prozent-Hürde gescheitert.

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