Halle (dpa/sa) - Die Psychologin Annegret Wolf von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg plädiert mit Blick auf die Weihnachtszeit dafür, Alleinsein nicht zu verurteilen. Den Menschen passe "jemand, der Weihnachten allein unter dem Baum verbringt, einfach nicht in das Bild", erklärte die Expertin der Deutschen Presse-Agentur. Unter anderem würden Medien und Werbung suggerieren, dass Weihnachten mit der ganzen Familie und Freunden harmonisch gefeiert werde müsse. "Ich würde hier für ein Umdenken plädieren", so die Psychologin. Grundsätzlich sollte Alleinsein kein gesellschaftliches Stigma mehr sein. Gerade unter Corona-Bedingungen könnten auch andere Wege, wie etwa Videoanrufe, gegangen werden, falls sich ein Gefühl der Einsamkeit einstelle.