Magdeburg (dpa/sa) - Bauern dürfen Pflanzen auf Bracheflächen ab sofort als Tierfutter nutzen, ohne vorher einen Antrag zu stellen. "Die extreme Trockenheit ermöglicht diese Ausnahme", teilte das Landeslandwirtschaftsministerium am Freitag mit. Konkret gehe es um sogenannte ökologische Vorrangflächen. Es sei notwendig, dies vorher formlos anzuzeigen. "In manchen Regionen steht auch in diesem Jahr wieder nicht genügend Futter für die Tiere zur Verfügung", sagte Agrarministerin Claudia Dalbert (Grüne).

Die entsprechenden Pflanzen dürfen nur als Futter genutzt, nicht aber etwa in einer Biogasanlage verwertet werden. Betriebe, die mehr als 15 Hektar Ackerland bewirtschaften, müssen fünf Prozent als Vorrangfläche bereitstellen. Dazu zählen auch Bracheflächen.

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