Letzlingen (dpa/sa) - Rund 300 Menschen haben bei einem Ostermarsch in der Altmark für Abrüstung und gegen Krieg demonstriert. Die Teilnehmer trafen sich bei blauem Himmel und Sonnenschein zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Letzlingen, wie Helmut Adolf von der Bürgerinitiative Offene Heide berichtete. Die Initiative organisierte den Ostermarsch unter dem Motto "An Kriege gewöhnen? Niemals!".

Die Demonstranten hielten Plakate in die Höhe mit Aufschriften wie: "Wer Rüstungsgüter produziert, kauft, genehmigt, ist ein Terrorist." In ihrem Aufruf wandte sich die Bürgerinitiative gegen höhere Rüstungsausgaben. "Statt mit unseren Steuern militärische Drohgebärden und Kriegspolitik zu finanzieren, brauchen wir das Geld für unsere Kinder, Bildung und Sozialleistungen", schrieben die Initiatoren. Vor Ort in der Colbitz-Letzlinger Heide richtete sich der Protest unter anderem gegen die Bundeswehrübungsstadt Schnöggersburg, wie Adolf sagte. Dort will die Bundeswehr künftig Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereiten.

Am Osterwochenende finden traditionell Demonstrationen der Friedensbewegung statt. In fast allen Bundesländern gab es auch in diesem Jahr Ostermärsche. Insgesamt beteiligten sich mehrere Tausend Menschen. Die Themen der Kundgebungen reichten vom Syrienkrieg über deutsche Rüstungsexporte und die Offensive der Türkei gegen die Kurden in Nordsyrien bis zum Klimawandel. Auch im Zeitzer Forst im Burgenlandkreis war ein Ostermarsch geplant.

Informationen zum Ostermarsch in Letzlingen