Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat seit der deutschen Wiedervereinigung fast ein Viertel seiner Bevölkerung verloren. Zum Jahreswechsel 2019/20 lebten 23,6 Prozent oder rund 679 000 Menschen weniger in dem Land als Ende 1990, wie das Statistische Landesamt in Halle am Donnerstag mitteilte. Damit hatte Sachsen-Anhalt zuletzt 2,195 Millionen Einwohner.

Zu dem Bevölkerungsverlust trug den Statistikern zufolge das Geburtendefizit bei der deutschen Bevölkerung mit minus rund 432 000 Menschen bei - es starben deutlich mehr Menschen als geboren wurden. Die Abwanderung habe dafür gesorgt, dass Sachsen-Anhalt 326 000 Einwohner verlor. Der Zuzug von Menschen aus dem Ausland habe den Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren verlangsamt, hieß es weiter.