Magdeburg (dpa/sa) - Nach der Ankündigung aus Bayern, Tiertransporte in bestimmte Staaten erheblich einzuschränken, will Sachsen-Anhalt die Rechtslage genau prüfen. Das Land werde alle Vorhaben unterstützen, die zu mehr Tierschutz bei den Transporten führten, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Man begrüße entsprechende Anträge bei der Agrarministerkonferenz im April in Landau (Rheinland-Pfalz).

Die Ministeriumssprecherin verwies auf einen bereits zu Jahresbeginn angekündigten Erlass, der die Behörden anweise, bereits geltende Vorschriften streng auszulegen. Der Erlass soll im April greifen. Transporte, bei denen unnötiges Leid der Tiere zu erwarten ist, könnten dann verboten werden - etwa Fahrten in den Sommermonaten, bei denen Temperaturen von mehr als 30 Grad zu erwarten sind.

Das bayerische Umweltministerium hatte mitgeteilt, Tiertransporte in bestimmte Länder erheblich einzuschränken. Eine Liste mit derzeit 17 Staaten außerhalb der EU wurde erstellt. Tiertransporte dorthin seien tabu - außer es werde lückenlos nachgewiesen, dass deutsche Tierschutzstandards eingehalten werden. Auf der Liste stehen: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan.