Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt verschärft die Corona-Pandemie die Personalnot in Alten- und Behinderteneinrichtungen so massiv, dass das Land per Hotline Unterstützung sucht. Die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit und das Sozialministerium würden die Leitung ab dem 21. Dezember schalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung.

"Es geht nicht um die Vermittlung von Ehrenamtlichen, sondern um zusätzliches Personal, das kurzfristig zur Verfügung steht", sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Die Situation in den Pflegeeinrichtungen sei dramatisch. Gesucht würden nicht nur Pflegefachkräfte, Pflegehelfer, Auszubildende und Studierende verschiedenster Fachrichtungen wie Medizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften.

Es sollten auch Arbeitslose, Menschen in Kurzarbeit und Freiwillige mit anderem beruflichen Hintergrund, wie Friseure oder Baumarktverkäufer angesprochen werden. Sie könnten zum Beispiel das vorhandene Fachpersonal bei Antigen-Tests und der Organisation von Corona-Schutzimpfungen unterstützen und entlasten.

Wer die Hotline von Montag an anruft, werde beraten und an Einrichtungen vermittelt, die Bedarf hätten, hieß es. "Die Art der Zusammenarbeit und Arbeitsverträge regeln die Einrichtungen und die Freiwilligen dann untereinander", erklärte der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Markus Behrens.

Pressemitteilung Sozialministerium zur Hotline gegen Pflegenotstand