Magdeburg (dpa/sa) - Rutschpartie statt Schlittenfahrt: In Sachsen-Anhalt ist Tauwetter angesagt. In den Morgenstunden könne es jedoch noch zu Glätte auf den Straßen kommen. Zum Wochenende setzten sich fast frühlingshafte Temperaturen durch, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Hochwasserlage ist laut Experten an den Flüssen in Sachsen-Anhalt derzeit nicht angespannt. "Wir rechnen im Moment nicht mit größeren Problemen", sagte ein Sprecher des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft am Dienstag.

Gleichwohl werde die Entwicklung der Wasserstände ganz genau beobachtet. Deren Höhe sei davon abhängig, wie sich der Tauprozess im Einzelnen gestalte. Das sei regional verschieden, an kleinen Flüssen anders als an großen wie der Elbe, deren Wasserstände zuletzt in Sachsen-Anhalt eher gesunken sind. Unklar sei, was an Schmelzwasser zum Beispiel aus Tschechien nach Sachsen-Anhalt kommen werde.

Im Harz hätten trotz der Schneemassen der vergangenen Tage die Flüsse, Talsperren und frostfreien Böden Aufnahmereserven. In Wernigerode sei der Winterdienst im Einsatz, um auch Einläufe zur Kanalisation von Schnee und Eis zu befreien, wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte. In Halle gehen die Stadtwerke derzeit nicht davon aus, dass Schmelzwasser problematisch werden könnte. Der Schnee taue langsam auf. Dadurch würden nicht extrem hohe Mengen an Wasser in die Kanalisation fließen, wie das bei starkem Regen der Fall sein könnte.

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