Halle (dpa/sa) - Nach mehreren Wochen coronabedingter Verbote will Sachsen-Anhalt unter Auflagen ab Anfang Mai wieder Gottesdienste zulassen. Darauf habe sich die schwarz-rot-grüne Landesregierung verständigt, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Sonntag in Halle. Details sollen bei einer Sitzung am 2. Mai festgelegt werden, an der sich das Kabinett mit den Corona-Beschränkungen befasst. Voraussetzung für Gottesdienste sei, dass die Religionsgemeinschaften vorab Schutzkonzepte vorlegten und vom Land genehmigen ließen, sagte Haseloff.

Der CDU-Politiker hatte sich am Sonntag mit seinem sächsischen Amts- und Parteikollegen Michael Kretschmer über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie beraten. Dabei einigten sich die Regierungschefs darauf, weitere Lockerungen zu ermöglichen und möglichst einheitlich vorzugehen. In Sachsen sind seit 20. April wieder Gottesdienste möglich, wenn die Zahl der Besucher auf 15 begrenzt wird. In Sachsen-Anhalt sind Gottesdienste seit Mitte März untersagt. Die Kirchen weichen auf Videoübertragungen und andere Angebote aus.

Haseloff kündigte an, dass auch Sachsen seine Regelungen für Gottesdienste anpassen könnte. Hintergrund sei, dass bis Ende des Monats ein Grundsatzpapier der Religionsgemeinschaften und der Bundesregierung final abgestimmt werde. Am 30. April sind weitere Beratungen zwischen Bund und Ländern zur aktuellen Corona-Situation geplant. Deutschlandweite Entscheidungen über weitere Lockerungen und Maßnahmen sind jedoch erst für den 6. Mai geplant.