Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt will im großen Stil Schutzausrüstung für Einsatzkräfte anschaffen, um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Es gehe um Schutzkleidung für Polizei, Feuerwehr und Katastrophenhelfer, sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Dienstag in Magdeburg. Konkret geht es um vier Millionen Euro für dieses und nächstes Jahr, wie ein Sprecher des Finanzministeriums sagte. Dafür sollen Hunderttausende Einmalhandschuhe, Atemschutzmasken und Anzüge beschafft werden.

Wann die Ausrüstung zur Verfügung steht, ist offen. Sie solle so schnell wie möglich bestellt werden, sagte Stahlknecht. Allerdings ist derartige Schutzausrüstung seit Wochen Mangelware, da sich deutschlandweit und in vielen Teilen der Welt Menschen, Gesundheitseinrichtungen, Mediziner und Behörden damit eindecken.

In Sachsen-Anhalt wurden am Dienstag die ersten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Bundesweit gibt es inzwischen mehr als 1000 Fälle.