Halle (dpa/sa) - Der Handel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt mit dem Ausland war im Zeitraum von Januar bis Oktober rückläufig. So wurden Waren im Wert von 15,4 Milliarden Euro ins Land eingeführt, was einen Rückgang um 3,7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutete, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle mitteilte. Ins Ausland ausgeführt wurden Waren im Wert von 14 Milliarden Euro, 0,1 Prozent weniger als in den ersten zehn Monaten 2018.

Hauptausfuhrländer waren den Angaben zufolge mit einem Anteil von 68,7 Prozent die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Während der Handel mit Polen bei einem Warenwert von 1,2 Milliarden Euro um 16,2 Prozent zurückging, wuchs der Handel mit den Niederlanden um 6,9 Prozent auf eine Milliarde Euro. Einbußen gab es auch bei den Ausfuhren nach Großbritannien und Österreich. Exportiert wurden vor allem Kunststoffe und pharmazeutische Erzeugnisse.

Bei den Einfuhren kamen mehr als die Hälfte der Waren aus der EU, vor allem aus den Euroländern. Wichtigste Einfuhrländer waren die Russische Föderation mit 3,7 Milliarden Euro, die Niederlande mit 1,4 Milliarden, die Volksrepublik China mit 1,3 Milliarden und Polen mit 1,2 Milliarden Euro. Den höchsten Importwert hatte die Einfuhr von Erdöl und Erdgas mit 3,4 Milliarden Euro.