Halle (dpa/sa) - Die Industrie in Sachsen-Anhalt hat trotz der allgemeinen Konjunkturabschwächung ein Umsatzplus verzeichnet. In den ersten drei Monaten erwirtschafteten die Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau 9,57 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. Das war 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Dabei lag das Umsatzplus im Ausland (1,9 Prozent) über dem Wachstum beim Inlandsgeschäft (0,8 Prozent). Den Statistikern zufolge setzte die Industrie jeden dritten Euro im Ausland um. Im gleichen Zeitraum sei auch die Zahl der Beschäftigten um 1,1 Prozent gestiegen und lag in den ersten drei Monaten im Schnitt bei gut 111 700.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Bundeswirtschaftsministerium von einer "gedämpften Industriekonjunktur" gesprochen. Weltweite Handelskonflikte und der schwächer werdende Wirtschaftsaufschwung sorgen bundesweit in vielen Branchen für eingetrübte Stimmung.

Auch bei der sachsen-anhaltischen Industrie deutet sich laut Statistischem Landesamt eine Konjunkturabschwächung an: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Volumen der neuen Aufträge um 1 Prozent. Vor allem aus dem Ausland sei weniger geordert worden. Die Unternehmen hätten jedoch noch fast 10 Prozent mehr bestehende Aufträge in ihren Büchern als vor einem Jahr.