Magdeburg/Schierke (dpa/sa) - Der Investor der viel diskutierten Seilbahn in Schierke hat seine Pläne überarbeitet. Das Raumordnungsverfahren sei deshalb wieder aufgenommen worden, teilte das zuständige Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am Donnerstag mit. In dem Verfahren muss das Ministerium prüfen, ob die Pläne genehmigt werden können - oder ob etwa der Naturschutz dagegenspricht. Die Prüfung muss den Angaben zufolge spätestens in sechs Monaten - also Mitte 2019 - abgeschlossen sein.

Um das Tourismus-Projekt mit der Seilbahn am Schierker Winterberg, das die Region an die Skigebiete im Westharz anschließen soll, wird seit langem heftig gestritten - auch in Sachsen-Anhalts schwarz-rot-grüner Regierungskoalition. Mehrere Gutachten hatten ergeben, dass seltener Moorwald von den Plänen betroffen ist. Der Investor habe deshalb auch die Trassenführung der Seilbahn überarbeitet, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Kritiker wie Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) sehen eine Seilbahn für den Wintersport in Zeiten des Klimawandels kritisch. Die Befürworter - unter ihnen Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) - verweisen darauf, dass es sich um ein touristisches Ganzjahresprojekt handele. Die Seilbahn könne die Region auch im Sommer für Besucher attraktiver machen.

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