Bernburg (dpa) - Silke Renk-Lange steht an der Spitze des Landessportbundes (LSB) Sachsen-Anhalt. Die 52-jährige Hallenserin wurde auf dem Außerordentlichen Landessporttag am Samstag im Bernburger Kurhaus von den 148 anwesenden Delegierten einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Die Olympiasiegerin von 1992 im Speerwurf tritt damit die Nachfolge von Andreas Silbersack an, der nach elf Jahren in dieser Funktion für das Präsidentenamt nicht mehr kandidierte.

Eines der wichtigsten Betätigungsfelder der neuen Präsidentin wird vor allem der Investitionsstau bei der Sanierung von Turnhallen und anderen Sportanlagen sein. "Die neue Aufgabe gehe ich sportlich an. Das Präsidentenamt ist eine Herausforderung. Wer mich kennt weiß, wenn ich mir etwas in den Kopf setze, mache ich es mit 100 Prozent Einsatz. Ich bin schon jetzt im Wettkampfmodus", erklärte Renk-Lange, die wie ihr Vorgänger seit 2008 zum Führungsgremium des LSB gehört und als Vizepräsidenten für Frauen und Gleichstellung fungierte. In dieses Amt wurde die Hallenserin Dany Rosengard-Beck einstimmig gewählt.

Der 52-jährige Silbersack erhielt für seine erfolgreiche Arbeit in den vergangenen elf Jahren vom Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalts, die höchste Auszeichnung des Bundeslandes. Außerdem ernannten die Delegierten den halleschen Juristen zum Ehrenpräsidenten. Diese Ehre war davor nur der Rad-Legende Gustav Adolf Schur zuteil geworden. Silbersack hatte dem im Jahr 2008 vor einem finanziellen Kollaps stehenden LSB wieder ins sichere wirtschaftliche Fahrwasser gebracht.

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