Stendal (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Linie der CDU verteidigt, eine Zusammenarbeit mit AfD und Linken generell auszuschließen. Mit einer Partei, die so denke und sich so äußere wie die AfD, könne es keine Zusammenarbeit geben, "an keiner Stelle", sagte Spahn, der neben Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Armin Laschet als nächster CDU-Chef gehandelt wird, am Montag beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Stendal in Sachsen-Anhalt. Das widerspreche schon der Gründungsidee der CDU.

Zwar seien weder AfD und Linke noch Björn Höcke und Bodo Ramelow miteinander vergleichbar, "weil sie nicht gleich sind", sagte Spahn mit Blick auf die Thüringen. Für "die Partei der sozialen Marktwirtschaft" komme aber auch eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht infrage, da die Partei noch immer ein ungeklärtes Verhältnis zur DDR habe und Kommunisten eine Plattform biete.

"Im Ergebnis kommen wir zum Gleichen, aber der Ausgangspunkt und die Analyse sind unterschiedlich", sagte Spahn zur umstrittenen Gleichsetzung beider Parteien durch die CDU, was eine Zusammenarbeit angeht. Die beste Abgrenzung sei eine starke inhaltliche Positionierung.

Fragen nach seinen eigenen Ambitionen auf den Parteivorsitz wich Spahn aus. Nach 15 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel müsse die CDU nun wieder "eigenständig laufen lernen", sagte er lediglich. Die Christdemokraten müssten das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen und bräuchten dafür "ein Team" mit einer klaren inhaltlichen Profilierung. "Wer nicht weiß, wo's hingeht, braucht sich auch nicht wundern, wenn keiner folgt", sagte Spahn.

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