Magdeburg (dpa/sa) - Die SPD will sich für mehr Messerverbotszonen in Sachsen-Anhalt einsetzen. "Weniger Messer heißt geringere Gefahr", teilte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, am Sonntag mit. Hintergrund ist eine Verschärfung des Waffenrechts, die der Bundestag am Freitag beschlossen hatte. Darin werde den Landesregierungen mehr Möglichkeiten zugestanden, Messerverbotszonen einzurichten.

Künftig könne es etwa verboten sein in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, an Bahnhöfen, in der Nähe von Schulen und bei Großveranstaltungen Springmesser und Messer mit langen Klingen bei sich zu tragen, heißt es in der SPD-Mitteilung.

Erben betonte, dass Menschen, die etwa aus Gewohnheit sein Schweizer Taschenmesser dabei haben oder mit Küchenmessern zum Kochen bei Freunden fahren, nicht von den verschärften Regelungen betroffen seien.