Halle (dpa/sa) - Viele Brautpaare im Land müssen wegen des Coronavirus umplanen. Einige Standesämter in Sachsen-Anhalt seien nur noch telefonisch oder elektronisch erreichbar, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kommunen. Auf große Feiern müssten Verliebte verzichten. Etliche Brautpaare haben den Angaben zufolge deshalb bereits von sich aus ihre Eheschließungen verschoben.

"Es gibt etliche Nachfragen bei unserem Standesamt, aber wenige Absagen", sagte die Sprecherin der Stadt Magdeburg, Kerstin Kinszorra. Trauungen würde das Standesamt derzeit noch durchführen. Einige Brautpaare hätten die Eheschließung dennoch verschoben. "Oftmals aber bedingt durch die Absage von Catering, Location, Floristen und die allgemeine Verunsicherung", erklärte die Stadtsprecherin weiter.

In Halle würden die Standesbeamten ebenfalls weiter arbeiten, sagte ein Stadtsprecher. Bereits Vermählte sollten ihre Eheurkunden und andere Unterlagen allerdings nur noch online anfordern.

In Wernigerode seien die Standesämter hingegen bereits geschlossen, sagte Stadtsprecherin Winnie Zagrodnik. Sie seien allerdings weiterhin per E-Mail erreichbar. Alle Ehepaare seien kontaktiert worden und hätten neue Ausweichtermine vereinbart. "Die Brautpaare haben alle Verständnis gezeigt."

Im Standesamt Dessau-Roßlau müssten nach Angaben der Stadt aktuell alle Anmeldungen zur Eheschließung per Post beantragt werden. Auch sämtliche Absprachen müssten schriftlich oder am Telefon erfolgen. Eheschließungen gebe es noch. "Die Anzahl der Gäste wird allerdings auf sechs Personen wie Eltern, Geschwister und Kinder begrenzt", teilte die Stadt auf ihrer Internetseite mit.