Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle weiter gestiegen. Am Mittwoch machten nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums 2753 Sachsen-Anhalter akut eine Infektion durch, wie aus am Abend veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das waren 110 mehr als am Vortag. Im gleichen Zeitraum wurden sechs neue Todesfälle gemeldet. Die Verstorbenen kamen aus Magdeburg, dem Jerichower Land, der Börde, dem Kreis Anhalt-Bitterfeld und dem Kreis Salzwedel. Damit erhöht sich die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 102.

Insgesamt wurden seit dem Frühjahr 7373 Corona-Fälle im Land nachgewiesen. Seit Dienstag kamen 268 Neuinfektionen dazu. Damit erhöhte sich erneut die relative Belastung. Laut Ministerium kamen 67,3 Fälle auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Dienstag hatte der Wert bei 64,2 gelegen. Das Jerichower Land ist mit 126,1 Fällen je 100 000 Einwohnern und Woche am stärksten betroffen. Den geringsten Wert verzeichnet Dessau-Roßlau (36,2).

Bund und Länder haben mindestens für November ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens angeordnet, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Es gelten Kontaktbeschränkungen, Gastgewerbe, Freizeit-, Sport- und Kulturbetrieb müssen größtenteils ruhen. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen mindestens unter 50 Fälle je 100 000 Einwohner und Woche zu drücken, damit die Gesundheitsbehörden Kontaktketten nachverfolgen und eine exponentielle Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 verhindern können.

Mitteilung des Gesundheitsministeriums zu den aktuellen Fallzahlen