Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sinkt seit Jahren die Zahl der Selbstständigen. Im Jahr 2019 lag ihr Anteil an allen Erwerbstätigen im Land bei 8,2 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Montag unter Berufung auf neue Berechnungen eines gemeinsamen Bund-Länder-Arbeitskreises mitteilte. Den höchsten Anteil stellten die Selbstständigen im Kreis Stendal (9,8 Prozent), den geringsten in Halle (6,5 Prozent). Seit 2006 ist die Zahl der Selbstständigen jedes Jahr zurückgegangen. Damals wurden 103 700 Unternehmerinnen und Unternehmer gezählt, zuletzt waren es noch 82 800.

Im gleichen Zeitraum ging auch die Zahl derjenigen deutlich zurück, die nur geringfügig beschäftigt waren. Laut Statistik lag ihr Anteil als allen Erwerbstätigen im Jahr 2019 bei 8,4 Prozent. Im Jahr 2011 galten noch 11,4 Prozent beziehungsweise 116 000 Männer und Frauen als geringfügig beschäftigt, zum Beispiel in Ein-Euro-Jobs.

Im Durchschnitt waren im Jahr 2019 etwas mehr als eine Million Sachsen-Anhalter erwerbstätig. Das waren 500 Menschen mehr als ein Jahr zuvor. Zuwächse verzeichneten vor allem der Kreis Börde sowie der Raum Wittenberg (jeweils plus 0,9 Prozent), im Harz (minus 0,5 Prozent), in Mansfeld-Südharz (minus 0,7 Prozent) und im Kreis Salzwedel (minus 0,9 Prozent) gab es weniger Erwerbstätige.

Die Zahlen stammen noch aus der Zeit vor der Corona-Pandemie. Die Statistiker des Bundes und der Länder berechnen in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Zahlen zur Erwerbstätigkeit in Deutschland und veröffentlichen sie stets mit einigem Zeitverzug.

Übersicht des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder

Mitteilung des Landesamts für Statistik