Loburg (dpa/sa) - Pünktlich zum Frühlingsbeginn hat der Storchenhof Loburg die ersten Störche in diesem Jahr ausgewildert. Die vier Tiere kamen im vorigen Jahr als pflegebedürftige Jungstörche in die Vogelschutzwarte und wurden dort aufgepäppelt. Über den Winter sammelten sie Kräfte und konnten nun in die Freiheit starten.

Bevor es losging, wurden die Störche beringt und gewogen. Zwischen 2,7 und 4,2 Kilo brachten die Vögel auf die Waage. "Das ist ein gutes Gewicht für einen Storch", sagte Michael Kaatz, der den Storchenhof leitet.

Im vergangenen Jahr hat die Einrichtung im Jerichower Land etwa 30 Störche aufgepäppelt. Von den Gästen auf Zeit, die am Wochenende in die Freiheit entlassen wurden, war einer vermutlich mit einem Auto zusammengestoßen. Ein anderer hatte sich einen Fuß abgeschnürt. "Die Eltern haben in ihrem Nest Plastebänder verbaut", sagte Kaatz. "Damit hat er sich schon im Nest den Fuß umwickelt und abgeschnürt." Der fußlose Storch namens Ali komme mit seiner Behinderung aber bestens zurecht.

In diesem Sommer werden die Jungtiere noch nicht brüten und stattdessen herumziehen. Die ersten Paare aber haben auf dem Storchenhof bereits ihr Nest bezogen. Darunter ist mit Nobby auch der erste Ostzieher. "Die werden normalerweise erst im April erwartet, weil sie den weiteren Weg von Afrika aus haben", erklärt Christoph Kaatz, der Vorsitzende des Storchenhofs.

Der Storchenhof hat wegen der Coronakrise derzeit seine Tore für Besucherinnen und Besucher geschlossen. "Das ist für uns natürlich ein Problem, weil uns Spenden und Verkäufe wegbrechen", beklagt Christoph Kaatz.