Naumburg/Berlin (dpa) - Einer von drei syrisch-stämmigen Brüdern, die die Polizei wegen des Verdachts eines geplanten islamistischen Terroranschlags festgenommen hatte, ist wieder auf freiem Fuß. Der am vorletzten Wochenende festgenommene 40-Jährige aus dem Großraum Offenbach sei am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg mit. Ein dringender Tatverdacht gegen ihn habe sich nicht erhärtet. Die Ermittlungen gegen ihn laufen aber weiter.

Der Mann sei verdächtig gewesen, an der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat beteiligt gewesen zu sein. In der Dessauer Wohnung eines seiner Brüder und in Dänemark seien Mittel gefunden worden, die zur Herstellung von Sprengsätzen hätten dienen können, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg weiter mit.

Die Auswertung der Spuren habe keine genügenden Beweise zu Tage gefördert, die auf eine Tatbeteiligung des 40-Jährigen mit der erforderlichen Sicherheit hindeuteten. Die Generalstaatsanwaltschaft habe daher die Aufhebung des Untersuchungshaftbefehls beantragt.

Das Bundeskriminalamt war auf das Trio aufmerksam geworden, nachdem einer der Brüder in Polen jeweils fünf Kilogramm Aluminiumpulver und Schwefel zur Lieferung nach Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt bestellt hatte.

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Pressemitteilung Generalstaatsanwaltschaft Naumburg