Madrid/Santa Cruz de Tenerife (dpa) - Ein brutales Verbrechen mit zwei Toten auf der Ferieninsel Teneriffa reicht Polizeiangaben zufolge bis nach Sachsen-Anhalt. Eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn waren am Dienstag tot in einer Höhle gefunden worden. Alles deute darauf hin, dass sie dort zu Tode geprügelt wurden, sagte ein Sprecher der spanischen Ermittler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der 43 Jahre alte Ehemann wurde vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Polizei in Bayern stammt die Familie aus Sachsen-Anhalt.

Die bayerischen Ermittler hatten sich eingeschaltet, weil spanische Medien ein Foto von einem Facebook-Profil eines Mannes aus Traunstein verbreitet hatten. Er heiße genauso wie der Tatverdächtige, sagte eine Sprecherin vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Dabei stammten die umgebrachte Deutsche, ihr Sohn und der festgenommene Ehemann aus Sachsen-Anhalt, sagte die Sprecherin weiter. Sachsen-Anhalts Innenministerium machte keine Angaben zur Herkunft der Familie und verwies auf das Bundeskriminalamt.

Der kleine Bruder des toten Jungen hatte der Polizei von einem brutalen Angriff des Vaters erzählt und so eine große Suchaktion ausgelöst. Noch am Donnerstag bestritt der Verdächtige, etwas mit dem Tod seiner Frau und seines Kindes zu tun zu haben. Er soll am Freitag dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Die Autopsie der Leichen könnte Aufschluss zur Tat bringen.

Mitteilung der Polizei

Tweet von Sánchez, Spanisch

Bericht in Diario de Avisos