Magdeburg (dpa/sa) - Anders als andere Bundesländer hält Sachsen-Anhalt an seinem regulären Termin für die Winterferien fest. Er gehe davon aus, dass es angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen auch im Februar weiterhin Distanzunterricht geben werde, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag nach Beratungen mit dem schwarz-rot-grünen Kabinett. Daher habe er sich entschieden, den Ferientermin nicht anzutasten und Planungssicherheit für Familien und Lehrkräfte zu ermöglichen. Damit sind in Sachsen-Anhalt ab 8. Februar eine Woche lang Ferien.

Am Montag sind die Schülerinnen und Schüler im Land fast ausnahmslos mit Fernunterricht und Aufgaben für zuhause aus den dreiwöchigen Weihnachtsferien zurückgekehrt. Bis mindestens Ende Januar gibt es nur für die Abschlussjahrgänge Präsenzunterricht. Für Kinder bis zur sechsten Klasse gibt es eine Notbetreuung, wenn ihre Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

Vorige Woche hatte Tullner offen gelassen, die Winterferien zu verschieben oder ausfallen zu lassen, um nach dem aktuellen Notbetrieb möglichst viel Unterricht in den Klassenzimmern zu ermöglichen. Hintergrund waren Überlegungen mehrerer Bundesländer, ab Februar wieder mehr Klassenstufen in der Schule zu unterrichten. Aus Sicht von Tullner ist das angesichts der aktuellen Infektionslage im Land kein realistisches Szenario.

Bayern kündigte vorige Woche an, seine Faschingsferien Mitte Februar zugunsten von mehr Präsenzunterricht zu streichen. Thüringen und Sachsen wollen ihre Ferientermine nach vorn verlegen und anschließend mit Wechselunterricht starten, in denen die Klassen geteilt werden und abwechselnd in der Schule und mit Aufgaben zuhause lernen. In beiden Bundesländern ist die Belastung mit Corona-Fällen höher.