Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner hält sich offen, die Winterferien zu verschieben. Sollte im Februar mit Blick auf die Corona-Lage wieder Wechselunterricht für alle Schulklassen möglich sein, sollte darüber nachgedacht werden, ob es klug sei, bereits eine Woche später in die Ferien zu gehen, sagte der CDU-Politiker der "Magdeburger Volksstimme" (online). Nach aktuellem Stand spräche viel dafür, die Ferien auszusetzen, um viel Präsenzunterricht zu ermöglichen. Regulär beginnen am 8. Februar einwöchige Winterferien.

Aufgrund der Corona-Lage beschlossen Bund und Länder jüngst, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis mindestens 31. Januar aufrecht zu erhalten und weiter zu verschärfen. In dieser Zeit bleiben auch die Schulen in Sachsen-Anhalt für alle außer die Abschlussklassen geschlossen. Erst danach wäre es bei einer entsprechenden Entspannung des Infektionsgeschehens möglich, dass alle Jahrgänge in Gruppen geteilt wieder tageweise abwechselnd in der Schule und mit Aufgaben zu Hause lernen.

Ob und wie die Ferien tatsächlich verschoben werden, solle zeitnah entschieden werden, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Donnerstag. Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann sprach sich bereits dafür aus, die Winterferien eine Woche vorzuverlegen und direkt am 1. Februar damit zu starten, sie aber keinesfalls ausfallen zu lassen. "Im Lockdown wird gelernt, Schüler und Eltern brauchen die Pause", schrieb sie auf Twitter.

Bayern hatte zuletzt angekündigt, seine Faschingsferien Mitte Februar zugunsten von mehr Präsenzunterricht zu streichen. Thüringen und Sachsen wollen ihre Ferientermine nach vorn verlegen.

Tweet von Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann zu den Winterferien

Bericht der Magdeburger Volksstimme