Magdeburg (dpa/sa) - Die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) fordert wegen zahlreicher Corona-bedingter Absagen von Veranstaltungen Nothilfen für die Branche. Die angekündigte Unterstützung von Bund und Land sei unzureichend, sagte MVGM-Geschäftsführer Steffen Schüller am Donnerstag. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerium hatte am Montag bekanntgegeben, dass Hilfsgelder in Höhe von 400 Millionen Euro zur Verfügung stünden.

Die in Aussicht gestellten Notfallkredite seien keine adäquate Unterstützung. "Aktuell ist für Events in Hallen und Veranstaltungshäusern eigentlich Hochsaison", bemerkte Schüller. Die Erlöse aus dieser Zeit dienten auch dazu, die Gesamtkosten eines Jahres zu decken. Mit Blick auf die Umsatzeinbußen fragte Schüller: "Aus welchen Erlösen sollen die Kredite perspektivisch auch zurückbezahlt werden?"

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, hat Sachsen-Anhalt inzwischen landesweit Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verboten. Sicherheit und Gesundheit der Menschen seien die obersten Ziele, betonte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Mittwochabend. Das Ausrufen der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation am frühen Mittwochabend zeige, dass konsequentes Handeln unerlässlich sei.

Mitteilungen des Sozialministeriums