Magdeburg (dpa/sa) - An allen staatlichen Schulen in Sachsen-Anhalt gilt ab Montag eine Maskenpflicht. Das sieht ein Plan mit Corona-Regeln vor, den das Bildungsministerium am Freitag veröffentlichte. Bisher konnten die Schulleitungen selbst entscheiden, ob sie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem Schulgelände anordnen.

Während des Unterrichts gilt die Maskenpflicht nicht. Zudem sind alle Veranstaltungen wie Wandertage, Fahrten, Messen, Sportwettkämpfe und Tage der Offenen Tür derzeit nicht erlaubt. Damit reagiert das Ministerium darauf, dass immer häufiger Schulen von angeordneter Quarantäne für Corona-Verdachtsfälle betroffen sind.

In besonders betroffenen Einrichtungen soll von Montag an auch der reguläre Unterricht aufgegeben werden. Dann werden Kinder und Jugendliche wieder abwechselnd zuhause und in der Schule lernen. Konkret greift das sogenannte Wechselmodell, wenn mehr als ein Viertel der Schülerinnen und Schüler oder der Pädagogen in Quarantäne sind, wie das Ministerium weiter mitteilte. In Grundschulen bleibt in diesem Fall der tägliche Präsenzunterricht bestehen. Allerdings lernen die Kinder dann nur noch mit einem fest zugeteilten Lehrer.

Laut aktueller Übersicht des Bildungsministeriums, sind in dieser Woche 120 Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, doppelt so viele wie vor einer Woche. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf Behördenanordnung ihr Zuhause nicht verlassen dürfen, verdreifachte sich im gleichen Zeitraum von 900 auf 2800. Wie viele Schulen am Montag wegen der Quarantäne-Fälle den Unterrichtsbetrieb einschränken müssen, blieb zunächst offen.

Seit Schuljahresbeginn gibt es trotz der Corona-Pandemie regulären Schulbetrieb. Allerdings wurden größere Gruppen gebildet, die einander möglichst nicht begegnen sollen, um bei Corona-Fällen nicht alle in Quarantäne schicken zu müssen. Die Schulen sollen aber trotz des seit einer Woche geltenden Teil-Lockdowns weiter offen bleiben.