Halle (dpa/sa) - Schon vor der Corona-Krise ist die Zahl der Sachsen-Anhalter gestiegen, die aus dem Homeoffice arbeiten. Voriges Jahr nutzten 6,3 Prozent zumindest gelegentlich diese Möglichkeit, wie das Statistische Landesamt am Freitag unter Berufung auf Daten des Mikrozensus mitteilte. Das entspreche 64 400 der mehr als eine Million Erwerbstätigen im Land. Ein Jahr zuvor habe der Anteil bei 58 400 beziehungsweise 5,7 Prozent gelegen.

Dabei arbeiteten allerdings die wenigsten Erwerbstätigen ausschließlich von zu Hause aus. Ihr Anteil lag bei 1,6 Prozent. Laut Mitteilung nutzten vor allem Soloselbstständige und selbstständige Unternehmer mit Mitarbeitern die Möglichkeit des Homeoffice. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie nutzten Unternehmen und Behörden die Möglichkeit, ihre Beschäftigten zur Verringerung der Kontakte vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten zu lassen.

Der Mikrozensus ist eine jährliche Stichprobe unter einem Prozent der Bevölkerung, aus der die Statistiker einen Überblick über die Lebens- und Arbeitssituation der Sachsen-Anhalter errechnen.

Mitteilung des Statistischen Landesamts