Magdeburg (dpa/sa) - In 15 Wochen soll Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag wählen. Die Corona-Pandemie stellt das Land dabei in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen: Sowohl bei der Stimmabgabe als auch beim Auszählen werden Wählerinnen und Wähler sowie Wahlhelferinnen und Wahlhelfer strenge Hygieneregeln einhalten müssen. Schon Ende Januar verschickte Landeswahlleiterin Christa Dieckmann daher Empfehlungen zur Wahlorganisation an die Gemeinden. Sie sollen nun Hygienekonzepte für die Wahllokale erarbeiten und sie mit den Gesundheitsämtern vor Ort abstimmen.

Rund 20 000 freiwillige Helferinnen und Helfer wird das Land nach Einschätzung des Innenministeriums für den reibungslosen Ablauf der Wahl in den rund 2500 Wahlbezirken im Land benötigen. Das Gewinnen dieser Wahlhelfer spiele in der Vorbereitung des Urnengangs eine zentrale Rolle: "Gerade unter dem Eindruck der herrschenden pandemischen Lage kommt es auf das Engagement eines jeden Einzelnen an, die Durchführung der Wahlen zu unterstützen", heißt es aus der Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin im Innenministerium.

Ob die Wahl aber überhaupt wie gewohnt stattfinden kann, ist angesichts der Corona-Krise noch nicht endgültig sicher. Für den Fall, dass die Pandemie sich bis dahin deutlich verschärft, hat der Landtag bereits im Oktober die Möglichkeit geschaffen, notfalls eine reine Briefwahl abzuhalten.

In der zuständigen Abteilung im Innenministerium geht man bislang nicht davon aus, dass das nötig sein wird. Die ausschließliche Briefwahl sei als absoluter Ausnahmefall anzusehen, sollte das öffentliche Leben - etwa durch Ausgangssperren - gänzlich zum Erliegen kommen. Davon sei nach dem aktuellen Infektionsgeschehen aber nicht auszugehen. Bis Mitte April soll das endgültig entschieden werden.

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Informationen der Landeswahlleiterin