Magdeburg (dpa/sa) - Die Waldbesitzer in Sachsen-Anhalt suchen Hilfe gegen das Waldsterben und seine Folgen. "Es wird nicht mehr lange dauern, da gibt es keine Fichten mehr", sagte der Geschäftsführer des Waldbesitzerverbands Sachsen-Anhalt, Ehlert Natzke, in Magdeburg. Die Wälder seien teilweise stark geschwächt. Ihnen setzten Trockenheit, Stürme und Insektenbefall zu. Der Erhalt der Wälder sei sehr kostenintensiv, so Natzke.

Das Umweltministerium hat das Problem erkannt und Millionen-Hilfen zugesagt. "Die Auswirkungen der Stürme, der Dürre und nachfolgend der massive Befall mit Schadinsekten in unseren Wäldern ist dramatisch. Unsere Wälder sind das erste Opfer der Klimakrise", erklärte Ministerin Claudia Dalbert (Grüne). "Deshalb unterstützen wir die privaten Waldbesitzenden mit umfangreichen Maßnahmen, unter anderem mit Fördergeldern, um das Schadholz schnell aus dem Wald zu bekommen. Danach ist das Wiederaufforsten dran."

Das Ministerium teilte mit, für das laufende Jahr stünden rund 17 Millionen Euro Haushaltsmittel zur Unterstützung der privaten Waldbesitzer bereit.

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