Köthen (dpa/sa) - Weil deutlich mehr Erde ausgetauscht werden muss als zunächst angenommen, verzögern sich Bauarbeiten auf Bahnstrecke Magdeburg-Halle. Hintergrund sei Wasser in Erdschichten, wie eine teilte eine Bahnsprecherin am Dienstag mitteilte. Das Wasser sei bei Arbeiten am Bahnhof Köthen in drei Bauabschnitten entdeckt worden. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" darüber berichtet und geschrieben, dass das Problem zuvor bei Bodenuntersuchungen nicht aufgefallen sei.

Betroffen sind täglich mehrere Tausend Pendler. Wegen Umleitungen dauern die Fahrten zwischen Halle und Magdeburg planmäßig 15 bis 30 Minuten länger. Eigentlich sollten die Bauarbeiten am Bahnhof Köthen bis 15. Dezember beendet sein.

Nach den massiven Bauproblemen könne frühestens im Mai 2020 damit gerechnet werden, das neue elektronische Stellwerkstechnik in Betrieb zu nehmen, hatte die Deutsche Bahn bereits vergangene Woche mitgeteilt. Die noch ausstehenden Arbeiten verzögerten sich auch wegen der anstehenden Frostperiode vor allem im Tiefbau und bei der Kabelverlegung.