Magdeburg/Hamburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt haben 2018 deutlich weniger Menschen wegen zu hoher Schulden Privatinsolvenz angemeldet. Dennoch ist das Land Schlusslicht im Osten. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Privatpleiten um 10,2 Prozent auf 2973. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Schuldenbarometer der Auskunftei Crifbürgel hervor. Auch bundesweit rutschten weniger Menschen in die Zahlungsunfähigkeit, allerdings war der Rückgang mit 5,4 Prozent geringer als in Sachsen-Anhalt. Crifbürgel erklärt die Lage mit der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung.

Mit 133 Privatinsolvenzen auf 100 000 Einwohner lag Sachsen-Anhalt im hinteren Mittelfeld der Bundesländer und schnitt schlechter ab als die anderen ostdeutschen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 107 Pleiten je 100 000. Am höchsten war der Wert in Bremen mit 166 und Niedersachsen (150 Pleiten je 100 000 Einwohner). Am seltensten gerieten Menschen in Baden-Württemberg (72) und Bayern (73) in die Privatinsolvenz.

Schuldenbarometer 2018 der Auskunftei Crifbürgel