Halle (dpa/sa) - Die Zahl der Unternehmenspleiten in Sachsen-Anhalt ist im ersten Vierteljahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht gestiegen. Insgesamt seien 115 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren für Unternehmen bei den Amtsgerichten des Landes Sachsen-Anhalt eingegangen, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Halle mit. Das seien sechs Anträge mehr gewesen als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Zahlen sind den Angaben der Statistiker zufolge vorläufige Werte. Eindeutige Effekte der Corona-Krise bei Unternehmensinsolvenzen würden frühestens in den Ergebnissen des zweiten Quartals erwartet.

Mit 560 beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren wurde ein leichter Rückgang verzeichnet. Bei den Insolvenzgerichten seien 21 Anträge weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2019 eingegangen. Auf 552 Anträge (98,6 Prozent) folgte die Eröffnung eines Verfahrens, abgewiesen mangels Masse wurden drei Anträge, in fünf Fällen wurde ein Schuldenbereinigungsplan angenommen.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes