Rom (dpa) - Die Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3", Carola Rackete, hat ihre Entscheidung verteidigt, unerlaubt in den Hafen von Lampedusa zu fahren. "Die Situation war hoffnungslos. Und mein Ziel war es lediglich, erschöpfte und verzweifelte Menschen an Land zu bringen", sagte die 31-jährige Deutsche über ihre Anwälte der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". "Ich hatte Angst." Sie habe Suizide befürchtet. Rackete war festgenommen worden und steht unter Hausarrest. Ihr drohen mehrere Anklagen, unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Migration.