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1. FC Magdeburg auch nach Klassenerhalt weiter erfolgshungrig

FCM-Trainer Christian Titz wird im Heimspiel gegen Duisburg „keine riesige Rotation“ vornehmen. Denn das Team der Stunde ist weiter erfolgshungrig.

Von Dennis Uhlemann 08.05.2021, 01:00
Wenn FCM-Coach Christian Titz wieder auf die Elf setzt, die in Saarbrücken den Klassenerhalt fixierte, dürfte auch Henry Rorig auf der rechten Seite auflaufen.
Wenn FCM-Coach Christian Titz wieder auf die Elf setzt, die in Saarbrücken den Klassenerhalt fixierte, dürfte auch Henry Rorig auf der rechten Seite auflaufen. Foto: Michael Täger

Magdeburg. Oft saßen beim 1. FC Magdeburg in den vergangenen Wochen A-Jugendliche mit auf der Bank, um die U-23-Regel zu erfüllen. Mit Leon Schmökel wurde am Mittwochabend in Saarbrücken auch erstmals einer dieser Youngster eingewechselt. Nach 88 Minuten, als der 3:0-Endstand schon hergestellt und der Verbleib in der 3. Liga damit besiegelt war.

Können sich nach dem 18-jährigen Verteidiger weitere Talente der Blau-Weißen Hoffnungen auf einen – eventuell auch längeren – Einsatz machen? Immerhin geht es im Schlussspurt der Saison, der am Sonnabend mit einem Heimspiel gegen den MSV Duisburg (14 Uhr MagentaSport) startet, nicht mehr um viel. Laut Coach Christian Titz nicht unbedingt. „Es wird keine riesige Rotation geben. Wir nehmen die verbleibenden Spiele sehr ernst, wollen unseren Weg fortführen und die Liga bestmöglich abschließen.“

Bevor zum Abschluss der Spielzeit am 29. Mai noch das Ausscheidungsspiel im Landespokal gegen den Halleschen FC ansteht, wollen die Magdeburger auch die offenen Ligaspiele erfolgreich gestalten. Spielt die Konkurrenz aus Verl und Köln mit, winkt bei voller Punktausbeute sogar noch der siebte Platz. Wenngleich Titz auch betont, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen „etwas geleistet hat, was nicht selbstverständlich ist und viel Kraft gekostet hat“, womit er auch die Strapazen des Spiels unter der Woche im Saarland beschreibt.

Behrens bleibt die Nummer eins

Dennoch klingt es nicht so, als würde der 50-Jährige sein Team großartig verändern. Er möchte die „bestmögliche Mannschaft auf den Platz“ bringen. Und sollte an dem einen gestrigen Trainingstag nicht Erstaunliches passiert sein, wird das wohl nahezu die Siegerelf aus Saarbrücken sein. Da spielt es auch keine Rolle, dass Morten Behrens bekanntgegeben hat, dass er den Verein verlassen wird. „Er hat noch einen Vertrag bis zum 30.BJuni, und es ist nicht geplant, dass wir bis dahin etwas ändern. Er ist weiter unsere Nummer eins“, betont Titz, für den es außerdem keine Rolle spielt, jetzt besonders auf Spieler zu setzen, die sich noch für einen möglichen neuen Vertrag anbieten müssen.

Die Kaderplanung liegt nun in der Hand von Sportchef Otmar Schork, auch wenn der Trainer betont: „Wir tauschen uns natürlich aus, in welchen Bereichen wir eventuell Bedarf sehen.“ Für den Moment, und das zeichnet den ehrgeizigen Fußballlehrer aus, zählt für ihn aber nur das Heimspiel gegen die Duisburger: „Wir wollen das Spiel für uns entscheiden.“

Um den neunten Sieg aus den vergangenen elf Spielen in trockene Tücher zu bringen, bedarf es für Kapitän Tobias Müller und Co. aber einmal mehr einer Willensleistung. Denn mit dem MSV kommt eine sehr motivierte Mannschaft an die Elbe, die dort mit einem Sieg nachziehen und ebenfalls den Klassenerhalt fix machen könnte. Titz warnt vor einer „spielstarken“ und einer „sehr bissigen Mannschaft“, die vor allem durch ihre gefährliche Offensive um Aziz Bouhaddouz (fünf Tore und fünf Vorlagen in 13 Spielen) besticht. Der FCM-Coach fordert deshalb eine „konsequente Zweikampfführung“. Denn die Null soll wieder stehen und durch ein „diszipliniertes Anlaufen“ auch der ein oder andere Treffer erzielt werden. Wahrscheinlich aber nur von den Spielern, die zuletzt bereits den Klassenerhalt gesichert haben.