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1. FC Magdeburg wird von den Würzburger Kickers eiskalt erwischt

Am neunten Spieltag der 3. Liga hat der 1. FC Magdeburg seine zweite Niederlage kassiert. Im Heimspiel unterlagen die Blau-Weißen am Sonnabend den Würzburger Kickers mit 1:2 (0:1).

Von Kevin Gehring 18.09.2021, 15:54
Baris Atik (l.) und der FCM fanden gegen die Würzburger um Mirnes Pepic kein Durchkommen.
Baris Atik (l.) und der FCM fanden gegen die Würzburger um Mirnes Pepic kein Durchkommen. Eroll Popova

Magdeburg - Der Erfolgslauf des 1. FC Magdeburg ist gestoppt. Ausgerechnet dem bis dato Tabellenvorletzten, dem FC Würzburger Kickers, unterlag der Tabellenführer am Sonnabend im Heimspiel vor 15200 Zuschauern mit 1:2 (0:1). David Kopacz (5.) und Robert Herrmann (54.) sorgten für die Gäste für Blitzstarts in beide Halbzeiten. Andreas Müller konnte kurz vor dem Ende sehenswert verkürzen (88.).

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund II hat FCM-Coach Titz keine Wechsel in der Startformation vorgenommen. Tim Sechelmann begann wieder in der Innenverteidigung, links an seiner Seite spielte Florian Kath. Doch stand die Magdeburger Defensive gegen die BVB-Reserve noch sattelfest, offenbarte sie den Kickers vor allem in Umschaltmomenten große Lücken.

Kopacz erwischt den FCM kalt

Davon profitierten die Gäste schon in der sechsten Minute. Während Jason Ceka einen Elfmeter reklamierte, vollstreckte David Kopacz im Gegenstoß auf der anderen Seite humorlos. Die Hausherren waren bis dahin und auch in der Folge zwar mit langen Ballbesitzphasen die spielbestimmende Mannschaft, klare Chancen konnten sie sich in den ersten 45 Minuten allerdings nicht herausspielen.

Stattdessen waren es die Kickers, die ihrerseits hätten erhöhen können. Erst wurde Robert Herrmanns Schuss noch zur Ecke geblockt (28.). Dann lud Alexander Bittroff mit einem unsauberen Rückpass Moritz Heinrich ein, der an FCM-Keeper Dominik Reimann scheiterte (29.). Die besten Gelegenheiten auf Magdeburger Seite kamen durch Freistöße: Baris Atik setzte seinen Versuch über das Tor (15.), Amara Condé kurz vor der Pause zweimal in die Mauer (41.).

Herrmann legt sehenswert nach

Zum Start in den zweiten Durchgang wurden die Elbestädter dann noch einmal kalt erwischt. Wieder waren zu viele Spieler aufgerückt, hatte Würzburg große Räume zum Kontern. Zwar konnte Andreas Müller den gestarteten Marvin Pourie zunächst noch stellen, aus dem Rückraum traf dann aber der nachgerückte Robert Herrmann mit einem satten Schuss.

Ebenso wie der Start spiegelte sich auch das sonstige Geschehen im zweiten Durchgang. Der FCM hatte viel Ballbesitz, wusste mit diesem aber gegen tiefstehende Gäste wenig anzufangen. Die Kickers ihrerseits drängten nur selten in die Offensive, dann aber stets mit viel Zug zum Tor.

Zwar konnte Titz mit der Einwechslung von Tobias Müller für mehr defensive Stabilität sorgen, dem Angriff aber fehlte es weiter an der nötigen Durchschlagskraft. Daran konnten auch die Hereinnahmen von Kai Brünker und Maximilian Franzke nichts ändern. Stattdessen brauchte es einen Sonntagsschuss von Andreas Müller aus großer Distanz, um noch einmal den Glauben der FCM-Fans zu wecken (88.). Doch in der vierminütigen Nachspielzeit konnten die Elbestädter nicht mehr nachlegen, die zweite Niederlage nicht mehr abwenden.