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2. BundesligaGanz spätes Tor und Riesenjubel: FCM rettet einen Punkt

Der 1. FC Magdeburg hat erneut gepunktet. Nach dem Sieg in der Vorwoche beim HSV holte der Club nun gegen den 1. FC Heidenheim einen Zähler.

Von Yannik Sammert Aktualisiert: 28.10.2022, 22:13
Die Freude kannte nach dem erlösenden Ausgleich keine Grenzen bei den FCM-Akteuren.
Die Freude kannte nach dem erlösenden Ausgleich keine Grenzen bei den FCM-Akteuren. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Die FCM-Spieler bildeten einen Haufen. Denn mit der einzig nennenswerten Chance hatte Tatsuya Ito im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Remis getroffen.

Der 1. FC Magdeburg hat somit zwar nicht gewonnen, aber dennoch das Muster durchbrochen. Denn mit dem 1:1 (0:1)-Unentschieden im Heimspiel am Freitagabend haben es die Elbestädter erstmalig in dieser Zweitliga-Saison geschafft, nach einem Sieg in der Woche darauf nicht zu verlieren.

Beim Sieg in Hamburg hatte der FCM auf Konter gesetzt. Gestern zog er von Beginn an wieder seinen gewohnten Ballbesitz-Fußball auf. Doch die erste Chance hatten die Heidenheimer und gleich eine große: Nach einem Eckball kam ihr Kapitän Patrick Mainka an den Ball. Sein Abschluss wurde von Cristiano Piccini geblockt (8.). Die Gäste blieben gefährlich.

Viel Ballbesitz, keine Chancen

Der FCM wartete hingegen nach einer Viertelstunde noch auf einen Hochkaräter. Denn die Süddeutschen standen sehr kompakt. Die Gastgeber bauten langsam auf, aber fanden keine Lücke. In der 18. Minute verschätzte sich Piccini kurz vor dem Strafraum, FCH-Stürmer Tim Kleindienst setzte das Leder innerhalb des Sechszehners rüber – die zweite große Möglichkeit für die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt. Die dritte nutzte sie dann fünf Minuten später: Wieder konterte der FCH, nach einer Flanke wurde Dennis Thomalla im Strafraum gar nicht gestört und er ließ Torhüter Dominik Reimann mit einem Schuss in die rechte Ecke keine Chance (23.).

Das Tor spielte den Süddeutschen in die Karten: Denn nun konnten sie sich auf das Verteidigen konzentrieren – und weiter kontern. Magdeburg fiel in der Folge aus dem Spiel unverändert nichts ein. Kurz vor der Pause wurde der FCM gefährlicher – unter anderem nach Standards und mit ordentlichen Schüssen aus der Distanz von Moritz-Broni Kwarteng (37.) und Mohammed El Hankouri (45.+1).

Doch in die Kabinen ging es mit dem Rückstand. Dabei hatten die Gastgeber im ersten Durchgang unglaubliche 78 Prozent Ballbesitz. Doch dieser nützt nichts, wenn vor dem Tor zu oft Lösungen fehlen.

Doppelwechsel in der Pause

Mit Wiederanpfiff brachte Titz Alexander Bittroff und Tatsuya Ito für Cristiano Piccini und Herbert Bockhorn, El Hankouri ging auf die linke Abwehrseite. Doch das Geschehen blieb gleich: Magdeburg machte das Spiel, aber Heidenheim konterte. Reimann hielt einen Schuss von Kleindienst in die kurze Ecke klasse (47.). Danach ließ der FCM weiter den Ball laufen – aber gefährlich wurde er nur ganz selten. Dann kam mit Kai Brünker für Moritz-Broni Kwarteng ein echter Mittelstürmer rein (63.).

Von den Gästen kam Mitte der zweiten Hälfte nach vorne ganz wenig. Sie fokussierten sich voll die Defensive – zunächst mit Erfolg: Denn der FCM blieb auch mit Brünker weiter zu ideenlos.

Doch dann kam spät der eine Hochkaräter: Nach einer Vorlage von Jason Ceka ging Tatsuya Ito ins Dribbling und traf (90.+3) – Riesenjubel beim Team und dem Anhang.