Fußball

Sané will wieder für den FCM treffen

Stürmer Saliou Sané nimmt sich und seine Mitspieler vom 1. FC Magdeburg vor der Partie in Wiesbaden in die Pflicht.

Magdeburg l Die Parallelen sind auffällig: Beide Angreifer, die sich auch äußerlich ähneln, sind 1,87 Meter groß, kopfballstark und wissen ihren Körper einzusetzen. Beide sind in dieser Saison an einen Drittligisten ausgeliehen. Saliou Sané an den 1. FC Magdeburg, Maurice Malone an den SV Wehen Wiesbaden.

Doch während die Wiesbadener (4.), bei denen der FCM (19.) am Samstag um 14 Uhr zum Auswärtsspiel zu Gast ist, in dieser Spielzeit mit Malone einen brandgefährlichen 20-Jährigen vom Bundesligisten FC Augsburg dazubekommen haben – der es auch als Linksaußen in 21 Spielen bereits auf 17 Torbeteiligungen brachte (zehn Treffer, sieben Vorlagen) – war beim deutlich erfahreneren Sané nur der Start beim FCM ähnlich vielversprechend. Zweimal traf der 29-jährige Winter-Neuzugang vom Zweitligisten Würzburger Kickers selbst, bei zwei weiteren Toren war er in den ersten vier Partien beteiligt. Bei den letzten fünf Niederlagen ging aber auch der sympathische Stürmer mit senegalesischen Wurzeln leer aus.

„Das ärgert mich selbst sehr“, meint Sané. „Im Moment ist bei uns allen der Wurm drin. Da muss mehr kommen von jedem Einzelnen.“ Als Stürmer hängt vor allem er ziemlich in der Luft. Ihm fehlen die Zuspiele. Doch: „Wir dürfen jetzt nicht auf andere zeigen und sagen, der hat einen schlechten Pass gespielt oder die Flanke kam nicht.“ Sané und seine Mitspieler haben das 0:4 gegen Verl, bei dem die Einstellung absolut nicht passte, „abgehakt“. Der Rechtsfuß betont: „Wir sind ein Team. Das müssen wir nur auf den Platz bekommen. Wir werden an Punkten gemessen.“

Doch um wieder Punkte einzufahren, muss der FCM nicht nur die Defensive stabilisieren, sondern offensiv auch deutlich mehr Durchschlagskraft entwickeln. Nur ein Tor gelang bislang in der Rückrunde. Und das fiel per Strafstoß. Laut Sané gehe es darum, mehr Spieler in den Strafraum zu bekommen, sich mehr zu bewegen, mehr Eins-gegen-eins-Duelle anzugehen und für sich zu entscheiden. „Ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Wir haben gezeigt, dass wir es können. Nur zu selten“, räumt der Stürmer ein. „Doch es ist viel zu früh, um den Kopf in den Sand zu stecken.“

Der gebürtige Hannoveraner sieht Wiesbaden als „starke Mannschaft mit einem guten Angriff“. Doch er betont auch: „Wir werden da bestimmt nicht mit hängenden Köpfen antreten. Wir wollen und müssen dort Punkte mitnehmen. Und so gehen wir auch in das Spiel.“

Vielleicht entscheidet über das heutige Duell dann auch die Frage, welcher der beiden Leih-Stürmer besser drauf war. Kann Sané seine TorlosSerie beenden, oder schlägt der formstarke und selbstbewusste Malone wieder spielentscheidend zu? Nach seinem Doppelpack beim 3:1 gegen Uerdingen zuletzt sagte er jedenfalls bei MagentaSport: „Meinen linken Fuß würde ich jetzt schon als Waffe bezeichnen.“

Mehr Infos: www.volksstimme.de/fcm-blog