Tor-Debüt nach neun Minuten

Tatsuya Ito feiert beim 1. FC Magdeburg einen Einstand nach Maß

Nur neun Minuten benötigte Tatsuya Ito, um seinen ersten Treffer für den 1. FC Magdeburg zu erzielen. Beim 5:0-Kantersieg in Duisburg legte der Leihspieler einen Einstand nach Maß hin.

Von Kevin Gehring 27.01.2022, 21:15 • Aktualisiert: 28.01.2022, 08:37
Leon Bell Bell (l./verdeckt) und Sirlord Conteh (r.) waren Tatsuya Itos erste Gratulanten.
Leon Bell Bell (l./verdeckt) und Sirlord Conteh (r.) waren Tatsuya Itos erste Gratulanten. Foto: Revierfoto

Magdeburg - Gerade einmal knapp neun Minuten trug Tatsuya Ito das FCM-Logo auf der Brust, da ließen ihn seine neuen Teamkollegen am Mittwoch zum ersten Mal hochleben. Bei seinem Torjubel sprang der Japaner Mitspieler Leon Bell Bell in die Arme, wurde anschließend sofort von den Offensiv-Kollegen Sirlord Conteh und Baris Atik geherzt, ehe ihm schließlich die gesamte Mannschaft gratulierte.

Chefcoach Christian Titz quittierte die Szene grinsend mit einem gehobenen Daumen, Ito antwortete mit einem vielsagenden Fingerzeig in Richtung Trainerbank. Einen besseren Einstand als mit seinem Führungstreffer beim 5:0-Erfolg in Duisburg hätte sich der Neuzugang kaum wünschen können.

„Ich freue mich, dass ich in meinem ersten Spiel für den FCM mein erstes Tor erzielt habe. Aber die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben“, erklärte Ito nach seinem gelungenen Debüt bei „FCM-TV“. Nach dem Führungstreffer lief es für den Tabellenführer wie aus einem Guss: „Dann ist es einfacher zu spielen“, wusste der Torschütze um die Bedeutung seines Treffers. So legten Tobias Müller (32.) und Connor Krempicki (45.+4) nach einem Platzverweis für MSV-Keeper Leo Weinkauf (23./Notbremse gegen Conteh) noch vor der Pause nach.

Titz freut sich mit dem Japaner

In der Halbzeit endete dann Itos Debüt, schonte Coach Titz angesichts der souveränen Führung und der Englischen Woche bereits Kräfte. Doch auch in 45 Minuten konnte der Leihspieler des belgischen Erstligisten VV St. Truiden einen sehr guten Eindruck hinterlassen – nicht nur bei den Fans in den sozialen Medien, sondern auch bei seinem Trainer. „Ich weiß, dass es dir unglaublich guttut, wenn du dein Spiel mit einem Tor belohnst“, sagte der 50-Jährige. „Es freut mich ungemein für ihn, weil ich weiß, wie wichtig das für einen Spieler ist, der neu in die Mannschaft hineinkommt“, so Titz.

Schon im ersten Spiel deutete sich an, dass sich das Leihgeschäft für beide Seiten auszahlen dürfte. Sowohl für Ito, der bei den Belgiern zuletzt nur selten zum Einsatz kam, als auch für den FCM, der damit in der Offensive noch variabler wird.

Ito fädelt Wechsel selbst ein

Das jedenfalls zeigte sich am Mittwochabend, als die Blau-Weißen nach dem Ausfall des angeschlagenen Luca Schuler kurzerhand ohne etatmäßigen Zentrumsstürmer aufliefen – und trotzdem für allerhand Gefahr sorgten. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der wieder herausragende Baris Atik auf 4:0.

Den Topscorer kannte Ito übrigens schon vor seiner Rückkehr nach Deutschland. „Bevor ich zum FCM kam, habe ich schon ein paar Spiele geschaut“, erzählte der quirlige Flügelspieler und befand: „Er macht es immer überragend.“ Ob das auch einer von Itos Gründen für den Wechselwunsch war? Immerhin brachte sich der 24-Jährige über seinen Berater selbst beim FCM ins Gespräch, wie Sportchef Otmar Schork bei „MagentaSport“ berichtete.

Der größere Faktor dafür dürfte allerdings Christian Titz gewesen sein, unter dem Ito seine bis dato wohl beste Zeit beim Hamburger SV erlebte. In Magdeburg musste man nach dem Angebot jedenfalls nicht lange überlegen. „Dann haben wir natürlich gleich zugegriffen“, sagte Schork. Es machte sich nach nicht einmal neun Minuten bereits bezahlt.