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Jubiläum für Bernd Mayländer 500. Formel-1-Grand-Prix für deutschen Safety-Car-Fahrer

An einen deutschen Fahrer in der Formel 1 denkt man nicht auf Anhieb: Bernd Mayländer. Er steuert das Safety Car. In Melbourne feiert Mayländer Jubiläum. Wie lange will er das noch machen?

Von dpa 04.03.2026, 07:39
Bernd Mayländer sorgt seit 2000 für Sicherheit auf dem Formel-1-Kurs. (Archivbild)
Bernd Mayländer sorgt seit 2000 für Sicherheit auf dem Formel-1-Kurs. (Archivbild) Hasan Bratic/dpa

Melbourne - Nicht einmal Michael Schumacher oder Sebastian Vettel kommen auf so viele Grand Prix in der Formel 1 wie Bernd Mayländer. Der Vollblutrennfahrer aus Schorndorf in der Nähe von Stuttgart ist der deutsche Fixpunkt in der Motorsport-Königsklasse: Mayländer ist Pilot des Safety Cars und feiert beim Saisonstart an diesem Wochenende in Melbourne seinen 500. Grand Prix. „Diese Ära ist für mich ein ganz besonderer und bedeutender Abschnitt meines Lebens“, sagte der 54-Jährige.

Mayländer bezeichnet sich selbst als „Vollgas-Head“ mit „Motorsport-DNA“. Früher war er unter anderem in der DTM und im Porsche Supercup aktiv. 1999 nahm der mittlerweile verstorbene Renndirektor Charlie Whiting Kontakt zu ihm auf. Nach einem gemeinsamen Kaffee hatte Mayländer eine neue Anstellung: Safety-Car-Fahrer in der Formel 1 als Nachfolger des Briten Oliver Gavin.

Warum nicht 750 Rennen?

„Die besten Rennen sind die Rennen ohne Safety Car“, sagte Mayländer einmal der Deutschen Presse-Agentur. Nach einer chaotischen Premiere 1973 in Montreál wurde dieser Sicherheitswagen erst 1993 ins Reglement aufgenommen. Wenn Mayländer und sein Beifahrer Richard Darker tatsächlich gebraucht werden, was nicht in jedem Rennen der Fall ist, dann verlangsamen sie das Geschehen auf dem Asphalt, bis Gefahrensituationen wie etwa ein Unfall geklärt sind.

Ans Aufhören denkt Mayländer noch lange nicht. „Ich werde auch oft gefragt, wie lange ich das noch machen möchte“, erzählte er. „Das kann man natürlich nicht vorhersagen, aber die 600 habe ich fest im Blick, 700 könnten es auch werden und 750 wäre eine tolle Zahl.“