Gosford l Am Freitag soll es also endlich so weit sein: Usain Bolt will sein Startelf-Debüt beim australischen Fußball-Erstligisten Central Coast Mariners feiern. In den bisherigen Testspielen stand der Sprint-Weltrekordler nie länger als eine Halbzeit auf dem Rasen.

Mangelte es etwas bisher noch an der richtigen Symbiose von Geschwindigkeit und Ballgefühl? Nein. Laut seinem Coach würde der ehemalige Sprintstar nun vor allem mehr Einsatzzeit erhalten, weil Bolt intensiv an seiner Fitness gearbeitet habe. Hoffentlich hat sich Mike Mulvey da nicht verzockt. Sollte Bolt beim Arbeiten an der eigenen Fitness nur annähernd an seine früheren Weltrekord-Marken herankommen, könnte die Sache mit dem runden Leder am Fuß zum Problem werden. Was ist, wenn Bolt zu schnell für den Ball ist? Was ist, wenn der 32-Jährige die Gesetze der Gravitation nun endgültig aushebelt und prompt den Stempel ‚Schwalbenkönig“ erhält? Und auch diese, selbst für europäische Top-Stürmer lästige Angelegenheit mit dem Abseits: Gut vorstellbar, dass Bolt bereits beim Spielaufbau seines Teams in Höhe der Eckfahne auf ein Anspiel wartet. Fragen über Fragen. Einige Antworten werden wohl noch ein wenig auf sich warten lassen.

Selbst Murvey hat eine Entscheidung über Bolts Karriere als Fußballer erst für Januar 2019 angekündigt. Immerhin: In der Rubrik Torjubel dürfte es keine Zweifel an den Qualitäten des Ausnahmeathleten geben. Bei seiner legendären Jubelpose ist nämlich kein Ball im Spiel.